Was haben das Bier aus Bayern und ein französisches Baguette gemeinsam? Ganz einfach: das Reinheitsgebot. Das bayrische Bier schon seit 1516 und das Baguette aus Frankreich seit Ende des letzten Jahrhunderts.
In den Stuttgarter Nachrichten wird heute berichtet, dass: eine 1993 erlassene Backverordnung vorschreibt, dass das “baguette de tradition” zum einen vor Ort und zum anderen aus nur vier Zutaten hergestellt werden muss: Mehl, Wasser, Salz und Hefe.
Mehr braucht es auch in der heimischen Backstube nicht. Hin und wieder traut sich ein Kunde im Mühlenladen doch nach einem Pülverchen zu fragen, welches dem Teig “Flügel” oder besser “Luft” verleit. Ihr wisst ja, ich unterhalte mich gerne über die Handwerkskunst beim Kochen und Backen. Aber diese Trickserei oder treffender diesen Betrug am Backwerk mit Triebmitteln oder Ähnlichem unterstütze ich nicht. Für alle Interessierten gibt’s zum Glück einen sehr interessanten Kurs der das zum Inhalt hat.
Frohes Backen wünscht euch euer
Selberbacker
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Spätzles-Maschine ade? Neuerfindung verspricht schnelle Spätzle im Schüttelverfahren.
Tübingen. Im Herzen des Spätzle-Landes hat eine Hausfrau das Spätzle machen neue erfunden, wie das tagblatt.de berichtet. Aufgrund der hohen Spätzlesnachfrage innerhalb ihrer Familie, hat Susann Hartung die Produktion der schwäbischen Nationalspeise kurzerhand rationalisiert. Seit zwei Jahren tüftelt und entwickelt sie an einem Spätzles-Shaker. Die ersten Versuche sind erfolgreich verlaufen. Das Patent ist angemeldet und geschützt. Produktionspartner sind gefunden und der vertrieb steht kurz bevor.
Das Gerät sieht so aus wie eine Honig-Spender-Flasche. Die Zutaten werden zusammen mit 2 Kugeln in den Behälter gefüllt, verschlossen und dann kräftig geschüttelt. Anschließend drückt man den Teiginhalt durch mehrere kleine Deckellöcher in das kochende Wasser.
Bleibt nur zu hoffen dass der Teig die richtige Konsistenz besitzt. Sonst wird nicht mehr geschüttelt, sondern gerührt. Und zwar die schöne Erfindung in den Müll.
Meine Empfehlung ist traditionell-rationell nach Luise:
Schüssele, Kochlöffel, 250g bestes, griffiges, frisch gemahlenes Weizenmehl Type 405, 125g Wasser, 2 Eier – kräftig durchgerührt und durchgedrückt. Lecker!
En guata! Euer Selberrührer
Hallo? Wo leb ich eigentlich? Das ist wohl ein Witz? Nein? Mein blankes Entsetzen, meine ungläubige Verwunderung über das mitgebrachte Genußobjekt eines Kindes war fast nicht zu bremsen. – Aber, der Reihe nach.
Im Mühlenladen ist es seit Generationen Brauch, den Kundenkindern nach dem Einkauf ein Karamelbonbon zu schenken [zugegeben, die sind nicht gesundheitsfördernd]. Dennoch war mir die heutige Dimension der für Kinder käuflich erwerbbaren Zuckerbomben nicht bewusst.
Eine Mutter hat mit ihrem fünfjährigem Sohn im Mühlenladen eingekauft. Nach dem Zahlen erklärte ich dem Jungen, dass die Karamels ausgegangen waren. Der reagierte gleichgültig auf die Entschuldigung meinerseits, worauf die Mutter mir erklärte, er hätte eh noch an seiner mitgebrachten Schleckkugel zu schlecken und ein Bonbon wäre da sowieso zuviel. Die Mutter war auch noch so lieb mir zu erklären, dass die Schleckkugel eigentlich Monsterball heißt und etwa 5cm im Durchmesser hat.
Ich konnte es einfach nicht glauben, dass so ein Produkt auf dem Markt zugelassen ist. An der nächsten Zapfe hatten sie die Kugel vorrätig. Für alle die nicht wissen von was ich berichte, hier das Bild zum Entsetzen:

Eigentlich wollte ich mich trotz der abschreckenden Ingredienzen aus dem Labor zu einem Selbstschleckversuch zwingen. Doch auch der Geruch des Monsterballs macht seinem Namen alle Ehre. Der Gestank beim Auspacken war so widerlich, es ging beim besten Willen nicht. Ich hab mir inzwischen sagen lassen, dass kaum ein Kind die ganze Kugel aufschlecken kann. Das ist wohl das positivste an der Chemiekugel.
Liebe Eltern, es gibt so viel ungesundes zum Schlecken [von den gesunden mal abgesehen], muss es dann unbedingt ein Monsterball sein?
Macht was draus, euer selberbacker
Wir gratulieren Gerhard Kuttler, dem frischgebackenem hochdorfer Schultes, zu seinem überragenden Sieg. Mit rund 60% der abgegebenen Stimmen eine klare Sache für ihn. – Die Aufgabenbücher sind gefüllt. Genug zu tun in Hochdorf. Dass er anpacken kann hat er gezeigt. Wie er mit den Fingern wieder aus dem Teig herauskommt weis er auch und das rechte Gespür für die Sättigung des Teiges hat er bewiesen!

Gerhard Kuttler
Herzliche Grüße
selberbacker
Hallo liebe Besucher,
Ihr habt seit Montag vergeblich das Video der Bürgermeister-Bachatse gesucht. Seit Sonntag liege ich wegen heftiger Grippe flach. Erst heute ist es mir möglich wenigstens diesen Post einzustellen. – Also seht es mir nach, das Video wird vor der Bürgermeisterwahl erscheinen. Liebe Grüße, der genesende selberbacker

Falls ihr mehr wissen wollt als beispielsweise die optimale Teigzubereitung, dann wechselt einfach den Blog.
Gestern startete der Mühle Blog der ZinßerMühle. Pünktlich mit Mr.-Yes-we-can! Barak Obama’s Amtsantritt.
Schönes Motto eigentlich für den Müller-Azubi-Blog. Hier könnt ihr reinschauen.
Aber nur schauen!
selberbacker
Drei Bürgermeisterbewerber zeigen in der ZinßerMühle was sie anbacken können
Hochdorf, am 24.01.2009 – kurz vor der Bürgermeisterwahl zeigen alle drei Bewerber, was sie wirklich anbacken können. Keiner hat je zuvor Brot gebacken. Nun werden sie versuchen, geleitet von Müllermeister Jürgen Zinßer, aus den gegensätzlichen Elementen Mehl, Wasser, Hefe und Salz ein harmonisches ganzes zu backen. Mit der Hand am Arm, und ohne zurechtgelegte Worte.
Spätestens seit den kontrovers diskutierten Themen ‘Golfplatz’ und ‘Einkaufszentrum’ in Hochdorf, fragen sich viele Bürger, welcher der drei Bewerber diese Vermittlungsarbeit stemmen könnte. Jeder Hochdorfer kann sich nach der Veranstaltung im Internet über die praktischen Fähigkeiten seines zukünftigen Schultes [schwäbisch für Bürgermeister] ein Bild machen. Der lokale Wahlkampf über das weltweite Netz ist zu sehen unter www.selberbacker.de ab Montag 26.01.2009.
Wir dürfen gespannt sein!
Frohes Backen wünscht selberbacker
Weit über 1000 Menschen haben das die letzten Jahre getan. Erfolgreich, seit 2003 in der ‘Bachatse’. Was auf schwäbisch soviel bedeutet wie gemeinsam zu backen und sich über die letzten Geheimnisse für unvergleichliches, schmackhaftes Gebäck auszutauschen.

Nun endlich ist die Quint Essenz der Bachatse auch auf 53 langen Minuten Video einzusehen. Handgriff für Handgriff werden von mir gezeigt und beschrieben. Für einfaches erfolgreiches Backen im Alltag. Nähere Infos gibt es hier.
Stellt sich nur noch die Frage: Und wann hast du das letzte mal über die eigene Rührschüssel geschaut?
Knospen zerdrücken und in die Tasse damit. Heißes Wasser drüber gießen. Kurz darauf findet Ihr Euch vom angenehmen warmen Frühlingsduft der Rosenblüten umhüllt.

Zugegeben, meine Verwunderung darüber, neuerdings Gartenschnitt zu konsumieren, empfand ich anfangs abstossend. Nach dem ersten Aufguss kam die Neugier und mit dem ersten Schluck die schöne Erinnerung an Frühlingswärme und Maiensonne.
Meine Empfehlung für die noch eisig kalten und dunklen Tage: Tee trinken und schon jetzt den Frühling genießen!
Ach ja, bevor ich’s vergesse: den Tee dazu gibt es selbstverständlich im ZinßerMühle-Laden. Mehr Infos zu den Bio Rosenblüten Knospen bei sonnentor
Durch alle Seiten hindurch verzaubert dieses Werk mit Rezepten aus dem ‘Nähkästchen’. Richard Bertinet, als Brot Verrückter bezeichnet er sich selbst , ein Franzose in England lebend, schreibt aus der Praxis. Seine Liebe zum Backen sprüht nur so aus den Texten. Wunderschön photographierte Übersichten über verschiedene Brotformen, Zutaten, Backfarben oder Hilfsgeräte sind genauso enthalten wie detailliert beschreibende Texte, mit denen der Interessierte gut zurecht kommt.

Brot für Genießer.
53 Variationen
Wie Ihr bestimmt wisst ist die Wasseraufnahme bei Mehlen naturbedingt. Ja, das ist Fakt. Und mit Zusatzstoffen werden die Schwankungen nie ganz beseitigt. Das ist auch Fakt, und ein Grund warum wir in der ZinßerMühle auf Zusatzstoffe in Mehlen und Backmischungen gänzlich verzichten. Ihr, als aufmerksame Leser werdet jetzt schon erraten haben, dass deshalb das Geheimnis für erfolgreiches Backen darinliegt, die Wasserzugabe beim teigen anzupassen. Wer diese Wissenslücke schließen will, wird hier eine Beschreibung finden.
Wem auch diese Ausführung zu knapp erscheint, dem wird ein Abend bei der leckeren Bachatse - dem Meisterbackkurs der ZinßerMühle, möglicherweise schmecken.
