Hallo? Wo leb ich eigentlich? Das ist wohl ein Witz? Nein? Mein blankes Entsetzen, meine ungläubige Verwunderung über das mitgebrachte Genußobjekt eines Kindes war fast nicht zu bremsen. – Aber, der Reihe nach.
Im Mühlenladen ist es seit Generationen Brauch, den Kundenkindern nach dem Einkauf ein Karamelbonbon zu schenken [zugegeben, die sind nicht gesundheitsfördernd]. Dennoch war mir die heutige Dimension der für Kinder käuflich erwerbbaren Zuckerbomben nicht bewusst.
Eine Mutter hat mit ihrem fünfjährigem Sohn im Mühlenladen eingekauft. Nach dem Zahlen erklärte ich dem Jungen, dass die Karamels ausgegangen waren. Der reagierte gleichgültig auf die Entschuldigung meinerseits, worauf die Mutter mir erklärte, er hätte eh noch an seiner mitgebrachten Schleckkugel zu schlecken und ein Bonbon wäre da sowieso zuviel. Die Mutter war auch noch so lieb mir zu erklären, dass die Schleckkugel eigentlich Monsterball heißt und etwa 5cm im Durchmesser hat.
Ich konnte es einfach nicht glauben, dass so ein Produkt auf dem Markt zugelassen ist. An der nächsten Zapfe hatten sie die Kugel vorrätig. Für alle die nicht wissen von was ich berichte, hier das Bild zum Entsetzen:

Eigentlich wollte ich mich trotz der abschreckenden Ingredienzen aus dem Labor zu einem Selbstschleckversuch zwingen. Doch auch der Geruch des Monsterballs macht seinem Namen alle Ehre. Der Gestank beim Auspacken war so widerlich, es ging beim besten Willen nicht. Ich hab mir inzwischen sagen lassen, dass kaum ein Kind die ganze Kugel aufschlecken kann. Das ist wohl das positivste an der Chemiekugel.
Liebe Eltern, es gibt so viel ungesundes zum Schlecken [von den gesunden mal abgesehen], muss es dann unbedingt ein Monsterball sein?
Macht was draus, euer selberbacker